Universitäts­klinikum Freiburg - Kinder- und Jugendklinik

Erweiterung


Freiburg liegt mitten im Schwarzwald. Das inspirierte die Entwerfer, Waldtiere ins Gebäude zu holen. Als Wegbegleiter auf dem Heilungsprozess führen diese Kinder und Jugendlichen durchs Gebäude.
Technische Daten

Standort: Freiburg im Breisgau
Vergabe: 4. Preis Planungswettbewerb
Projektzeitraum: 2015
Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg

Aufgabe war es, eine Neuordnung im Bestand sowie einen Erweiterungsbau zu entwickeln. Insgesamt sollen 15.000 Patienten ambulant und 60 statt derzeit 40 Patienten stationär betreut werden können. Die Erweiterung der Tagesstationen, neue Spezialräume und die Möglichkeit der Elternunterbringung sind weiterer wesentlicher Bestandteil des Entwurfs.

Das Gebäude nimmt den Bezug zur umgebenden Parklandschaft auf und führt ihn im Innern fort. Zwischen Neurozentrum und Strahlenklinik verläuft eine axiale Haupterschließung. Die Qualität der Außenräume wird in den spielerisch gesetzten Innenhöfen fortgeführt.

Das Hauptgeschoss und 1. Obergeschoss werden über eine Brücke mit der angrenzenden Frauenklinik/Lorenzring verbunden. Im Hauptgeschoss sind drei Pflegestationen untergebracht. Die Patientenzimmer orientieren sich nach außen zur ruhigen Parkanlage. Stationsdienst- und Nebenräume sind um die Innen- und Lichthöfe gelegt.

Im Eingangsgeschoss weitet sich das Gebäude zur Plaza auf. Über Anti-Warte-Bereiche werden alle zentralen Funktionen wie Ambulanzen, Therapie, Tagesklinik, Notfallversorgung und Radiologie erschlossen.

Im Obergeschosse liegt der REN - „Raum für Entwicklung und Normalität“. Er fungiert als Bindeglied und Verteiler zu den umlaufenden Pflegestationen und den Sonderfunktionen.

Das Gebäude erhält somit differenziert ausgebildete Raumbereiche, die in jeder Gefühls- und Gesundheitslage die bestmögliche Aufenthalts­qualität bieten sollen. Auf die Bedürfnisse der kleinen und großen Patienten abgestimmt werden Spiel- und Rückzugsorte gestaltet.

Silhouetten und Fährten von Reh, Hase, Fuchs und Co. geben Stationen und Ebenen eine innere Struktur und Ordnung und dem Gebäude eine Identität. Diese Identität dient der besseren Orientierung im Raum und gibt Sicherheit. Leitgedanke ist hier:

„Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen, sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.“ (Maria Montessori)

Jedes Zimmer hat eine eigene Loggia. In diese kann ein Bett geschoben werden. Diese Schlafnischen ermöglichen es den Begleitpersonen beim Kind zu übernachten. Die einzelnen Loggien bilden sich in der Fassade ab. Um das neue Klinikgebäude herum entstehen grüne Nutzungsfelder, welche sowohl als Aufenthaltsorte, aber auch als Spiel-, Sport- und Bewegungsräume genutzt werden können.