Kinderhaus am RheinMoselCampus Koblenz

Neubau Montessori-Kinderhaus


Für den Neubau des hochschulnahen Kinderhauses wurde im August 2009 ein Wettbewerbs­verfahren durchgeführt. a|sh architekten erhielten den 1. Preis und wurden gemäß der Empfehlung des Preisgerichtes mit der Planung der weiteren Leistungsphasen beauftragt.
Technische Daten

Standort: Koblenz
Vergabe: 1. Preis Realisierungswettbewerb und Auftrag 2009
Projektzeitraum: 2009 - 2011
Bauherr: Landesbetrieb LBB, Niederlassung Koblenz

Der Neubau des Kinderhauses wurde als radiale Erweiterung der Baustruktur der Fachhochschule konzipiert. Der eingeschossige Baukörper wurde in drei Raumspangen gegliedert, die jeweils lotrecht zum Bogen der Fachhochschule angeordnet liegen. Die Lage des Baukörpers auf dem Grundstück gliedert den Außenraum in den Erschließungsbereich im Nordwesten und den sich zur Landschaft öffnenden Bereich im Südosten. Das inhaltliche Konzept des Kinderhauses folgt der Montessori-Pädagogik. 

Das Kinderhaus besteht aus fünf Gruppen, zwei Gruppen für je 15 Kinder im Alter von 0-3 Jahren, drei Gruppen sind altersgemischte Gruppen für je 15 Kinder im Alter von 0-6 Jahren. Verwaltung, Personal, Haustechnik, Hauswirtschaft und Lager wurden nahe des Vorbereichs und des Eingangs angeordnet. Förderbereiche, Waschräume und Küche liegen in der zentralen Raumspange. Gruppenräume, Ruhe- und Spielbereiche öffnen sich zum gemeinschaftlich genutzten Außenraum.

Die drei Raumspangen sind durch großzügige Spielflure miteinander verbunden, die ein freies Durchlaufen des Hauses ermöglichen. Durch die Ausrichtung der Baukörper auf die bestehende radiale Struktur der Fachhochschule weiten sich die Spielflure zur Landschaft hin auf. Sie werden mit Oberlichtlaternen überhöht und erlauben eine großzügige Beleuchtung und Belüftung aller Raumzonen. Ein großzügiges Vordach erlaubt das Spielen draußen auch bei schlechtem Wetter.

Die als abgerundete Baukörper ausgebildeten Raumgruppen betonen die formale Eigenständigkeit des Kinderhauses und unterstützen den Charakter der Spielflure. Alle Außenwände wurden als hinterlüftete Holzfassade mit rhythmisierter sägerauher Lärchenschalung, alle Innenwände als glatt verputzte Flächen ausgebildet. Ein grasgrüner Linoleumbelag verbindet die Spielflure und Innenräume mit den Rasenflächen der Außenanlage. Die Fenster wurden in zwei Höhen angeordnet: mit Brüstung und in Spielhöhe der Kinder. Die ungleichmäßige Anordnung - verdichtet und aufgelöst - steuert den Außenraumbezug der Räume.