Klinikum Siloah-Oststadt-Heidehaus Hannover

Neubau, Zusammenführung zweier Kliniken


Am Standort Siloah in Hannover, direkt an der Ihme gelegen, wurden das Kranken­haus Siloah und das Kranken­haus Oststadt-Heidehaus in einem Neubau zusammengeführt. Entstanden ist eine Klinik der kurzen Wege mit bestmöglicher medizinischer Versorgung, optimierten betriebswirtschaftlichen Abläufen und einem hotelähnlichen Ambiente.
Technische Daten

Standort: Hannover
Vergabe: 1. Preis und Auftrag Planungsgutachten 2007
Projektzeitraum: 2007 - 2014
Bauherr: Klinikum Region Hannover GmbH

Der Neubau umfasst 535 Planbetten und 40 Wahlleistungsbetten sowie eine Onkologische Tagesklinik. Zum Klinikum gehören 9 OPs (davon 1 Hybrid-OP), eine interdisziplinäre Intensivabteilung mit 54 Betten, eine Weaning-Abteilung mit 17 Betten, 3 Herzkathetermessplätze, eine interdisziplinäre Endoskopie und die Physikalische Therapie. Das interdisziplinäre Aufnahme- und Untersuchungszentrum folgt einer zukunftsweisenden und effizienzorientierten Konzeption.

Städtebaulich orientiert sich der Neubau an einem bestehenden denkmalgeschützten Bau, in den später die Verwaltung einzieht. Das Gebäude gliedert sich durch patchworkartig eingestreute Lichthöfe, die das Gesundheitszentrum mit dem Grüngürtel an der Ihme vernetzen. Ein massiver zweigeschossiger Sockel, der die Traufhöhe der historischen Gebäude aufnimmt und darüber schwebende Bettenhausriegel waren die zentrale Leitidee des Entwurfs.

Erschlossen wird das Gesamtgelände durch die neu geschaffene Klinikallee, hier erreicht der Besucher den zentral gelegenen Haupteingang am neuen Klinikplatz. Dieser ist geprägt von dem historischen Altbau und zwei 150 Jahre alten Kastanienbäumen. Zentrum des Klinikums ist die lichtdurchflutete Eingangshalle. Im Inneren wird das Gebäude über eine Magistrale erschlossen, an der sämtliche Wartebereiche, Leitstellen und Erschließungen in die oberen Stockwerke liegen.

In den beiden Sockelgeschossen sind die Untersuchungs- und Behandlungsbereiche untergebracht, wobei sich im Erdgeschoss die nichtinvasiven Funktionsbereiche wie Aufnahme und Untersuchungszentrum, Notaufnahme inkl. Aufnahmestation, Funktionsdiagnostik und Radiologie und im ersten Obergeschoss alle invasiven Bereiche wie OP-Abteilung, interventionelle Diagnostik und die Intensivabteilung befinden. Die Interdisziplinarität ermöglicht es, auf Doppelvorhaltungen zu verzichten. Der Arzt kommt zum Patienten, nicht umgekehrt.

Die Pflegebereiche in den Obergeschossen mit über 110 Betten pro Ebene können an sich verändernde Bedürfnisse angepasst werden, ohne dabei an Funktionalität und Qualität zu verlieren. Eine Planung mit Standardraumkonzepten ermöglicht auch nach längerer Betriebsdauer des Kranken­hauses, Teilbereiche organisatorisch wie baulich umzuwidmen.

Große Beachtung schenkten die Innenarchitekten auch der Orientierung im Gebäude, vier Leitfarben helfen den Patienten und Besuchern sich problemlos zurechtzufinden. Die Farbe Grün kennzeichnet die Behandlungsräume im Sockel, während die Farben Rot, Gelb und Violett – in Anlehnung an die Heilpflanzen Hibiskus, Calendula und Lavendel – den Weg zu den drei Bettenhäusern weisen.

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