Theo-Koch-Schule Grünberg

Erweiterung


Für die Theo-Koch-Schule in Grünberg beginnt ein neues Kapitel der langen Schul- und Baugeschichte. Zwei Neubauten, ein Lernhaus und eine Aula, sind auf dem campusartigen Schulgelände realisiert. Die Neubauten fassen den Schulhof und geben dem Campus eine freiräumliche neue Qualität. Die Schule mit 1.600 Schülern im Landkreis Gießen ist heute eine integrierte Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe und Ganztagsangebot. Ein Blick auf die über 200-jährige Geschichte der Schule zeigt: Neue Lernformen bedürfen neuer Raumkonzepte.
Technische Daten

Standort: Grünberg
Projektzeitraum: 2014 - 2017
Bauherr: Landkreis Gießen – Der Kreisausschuss

Heute wie damals versteht sich die integrierte Gesamtschule „als Schule für alle, als Gemeinschaft in der jeder gerne lernt und arbeitet“. Beste Bildungs­chancen, praxisnahe Bildung und individuelle Förderung sind zu den Schwerpunkten der Schul­gemeinschaft geworden. Die sich stetig entwickelnde Pädagogik braucht eine Architektur, die sie unterstützt und eine anregende Lernumgebung bietet. Dieser Grundsatz wurde auch zum Leitgedanken der Architektur.

Ein neuer Campus entsteht. Die beiden neuen Gebäude greifen den städtebaulichen Campusgedanken auf und schreiben ihn fort. Ein dreiseitig umschlossener Schulhof mit neu angelegten Grün- und Aufenthalts­bereichen entstand. Das gesamte Schulgelände befindet sich in leicht geneigtem Gelände, das mit großen Freitreppen erschlossen wird. Von der Straße aus führen diese zum neuen Vorplatz der Aula und des Lernhauses. Die Aula bietet für 400 Personen Raum für das Zusammenkommen der Schul­gemeinschaft, Konzerte und Feierlichkeiten.

 

Lernen alleine, zu zweit und in der Gemeinschaft. Das Lernhaus bietet Raum für 18 Lerngruppen auf drei Etagen. Auf jeder Etage befindet sich ein Lerncluster, bestehend aus sechs Klassenräumen, einer Lehrer-Teamstation, Sanitärräumen und einer gemeinsamen Mitte. Die offene Mitte setzt das pädagogische Konzept der Schule räumlich um und bietet Platz für Begegnung, Austausch und Konzen­tra­tion. Zwischen den Klassenräumen und der gemeinsamen Mitte stellt eine raumhohe Verglasung visuelle Verbundenheit innerhalb der Ebene dar. Eine Öffnung ermöglicht jederzeit den Wechsel zwischen den Räumen und bietet vielfältige Möglichkeiten für Frontalunterricht, Gruppen- und Einzelarbeit. Die besondere Stärke des neuen Lernhauses sieht die Schulleitung in der Gesamtkonzeption spontan und räumlich flexibel miteinander zu arbeiten und zu lernen.