Universitäts­klinikum Freiburg – HNO- und Augenklinik

Umbau


Die HNO- und Augenklinik des Universitäts­klinikums in Freiburg wurde von a|sh architekten in zwei Bauabschnitten saniert und umgebaut. Sie gehört zu den wichtigsten Einrichtungen des Uniklinikums. Spezielle Untersuchungs- und Behandlungs­methoden sind europaweit gefragt. Die Bestandsklinik aus den 60er Jahren besteht aus einem sogenannten Breitfuß auf dem ein Hochhaus steht. Der Bedarf an modern ausgestatteten Räumen für neue Behandlungs-, Untersuchungs- und OP-Methoden erforderte eine Anpassung und Ergänzung der Prozessabläufe und des Raumprogramms.
Technische Daten

Standort: Freiburg im Breisgau
Projektzeitraum: 2008 - 2017
Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg UBA Freiburg

Die Baumaßnahme umfasst die umfangreiche Sanierung des Breitfußes, dem Sockelgeschoss des Klinikkomplexes inklusive des Technikgeschosses der HNO- und Augenklinik des Universitäts­klinikums Freiburg. Das Hochhaus wurde bereits in den 90er Jahren saniert und modernisiert. Initial für die Umorganisation der Betriebsabläufe war die Entscheidung das Erdgeschoss anstatt des Hauptgeschosses zum Haupteingangs­bereich umzuplanen.

Das viergeschossige Sockelgeschoss wurde bis auf die Rohbaustruktur zurückgebaut. Das Bettenhochhaus, bestehend aus den Ebenen 1 bis 9, bleibt während der gesamten Baumaßnahmen in Betrieb. Der neue Breitfuß von a|sh architekten entstand in zwei zeitlich versetzten Bauabschnitten, wobei der erste Bauabschnitt der Augenklinik 2015 abgeschlossen wurde und der zweite Bauabschnitt der HNO-Klinik 2017.

Der erste Bauabschnitt umfasst den nördlichen Teil im Untergeschoss, Erd- und 1. Obergeschoss (Hauptgeschoss) sowie das Technikgeschoss. Der zweite Bauabschnitt den südlichen und den mittleren Erschließungsbereich. Die Augenklinik mit separater Kinderaugenklinik bietet neben der Allgemeinambulanz mit Unter­suchungs­räumen, Aufenthalt und Bereitschaftsraum der Ambulanz, eine Spezial-Diagnostik mit Therapieräumen und Unter­suchungs­räume der NKS Ambulanz. Im Erdgeschoss wurden neue Funktionen für die Augenklinik geplant und integriert. Räume für Autorefraktion, Unter­suchungs­räume mit Visus, Blutentnahme, Infusion und Unter­suchungs­räume für die Innere Medizin. Die Kinderklinik im Erdgeschoss hat einen separaten Eingang und auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Räume mit Neuro- und Kinderophthalmologie.

Im zweiten Bauabschnitt erhielt die HNO-Abteilung eine neue Mittelhalle mit umgestaltetem Eingangsbereich, neue Audiometrieräume für Hörprüfung und eine HNO-Ambulanz mit Röntgenraum, Laboren und einer Notfallbox. Im darüber liegenden Hauptgeschoss sind Diensträume, eine Hornhautbank mit Zellbiologie-Labor sowie Reinräume und die Sektion funktionelle Sehforschung untergebracht. Neue Seminarräume für die Augenschulung, Werkstätten, Augenlabore und ein mikrochirurgischer OP-Raum, der zu Trainingszwecken dient, werden zukünftig die Augenklinik komplettieren.

Mit den Baumaßnahmen erhält die HNO- und Augenklinik gemeinsam nutzbare Räume mit insgesamt optimierten Funktions- und Prozessabläufen. Die Operationssäle konnten durch eine gemeinsame Nutzung von fünf auf drei reduziert werden, was erheblich zur Kosteneinsparung beiträgt.

Für die HNO- und Augenklinik war die Erarbeitung eines innenarchitektonischen Signaletikkonzeptes und die Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips für die Ausgestaltung der Erschließung und Räume entscheidend, um den Patienten eine bestmögliche Orientierung zu ermöglichen. Die hauseigene Innenarchitekturabteilung von a|sh architekten arbeitete hier eng mit der Planungsabteilung zusammen.