Universitäts­klinikum Tübingen - Bettenhaus West

Neubau


Das Ende der 50er Jahre erbaute Bettenhaus West im Universitäts­klinikum Tübingen war in die Jahre gekommen. Eine Sanierung des Altbaus wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Nach dem Abbruch des Bestandsgebäudes sollten modernste Versorgungseinheiten, Labore, Patientenaufnahme und Stationen verschiedener internistischer Abteilungen mit insgesamt 145 Betten in einem Neubau an gleicher Stelle entstehen.
Technische Daten

Standort: Tübingen
Projektzeitraum: 2003 - 2007
Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg Tübingen

Durch den Neubau des Bettenhauses können die aktuellsten Anforderungen in der Krankenversorgung erfüllt werden. Auf insgesamt sechs Ebenen sind künftig alle hierfür vorgesehenen Abteilungen in einem kompakten Baukörper zusammengefasst. Inmitten von Gebäuden unterschiedlichster Architektursprache fügt sich der Neubau mit seiner geradlinigen, kubischen Gestalt harmonisch ein. Auf vier überirdischen Ebenen sind die Patientenzimmer an den großzügigen Fassadenflächen angeordnet. Die Kernzone mit den Versorgungsräumen wird über zwei innenliegende Atrien mit Tageslicht bis in die unteren Geschosse versorgt.

Auf Straßenniveau gelegen, erhält das Labor über großflächige Verglasungen ebenfalls helle, freundliche Räume mit natürlicher Belüftung und Tageslicht. Die unterirdischen Geschosse beherbergen die Umkleide- und Versorgungsräume sowie eine zentrale Bettenaufbereitung und Technikzentralen aller Versorgungseinheiten.

In den neuen Pflegebereichen liegen die Leitstellen optisch hervorgehoben an den zentralen Erschließungseinheiten. Großflächige Verglasungen dokumentieren die Offenheit des Personals für alle Belange und ermöglichen umgekehrt einen Überblick über große Teile der Station.

Die Patientenzimmer wirken durch hohe Verglasungen und helle, natürliche Oberflächen sowie geschickt integrierten Stauraumelementen großzügig und wohnlich. Großformatige, individuell verschiebbare Flächenvorhänge in warmen Rot-, Orange- und Gelbtönen  sorgen für ein vielschichtiges Farbenspiel in den Räumen. Die notwendige Zuordnung von Bett, Schrank und Patient wird über Kennfarben realisiert, die sich an Bettenrückwand, Patientenschrank und Nasszellenbereich zeigen; es entfallen störende Beschriftungsschilder, die Orientierung wird erleichtert.