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Universitätsklinikum Freiburg – HNO- und Augenklinik

Umbau und Sanierung


Die HNO- und Augenklinik des Universitätsklinikums in Freiburg wurde von a|sh architekten in zwei Bauabschnitten während des laufenden Betriebes saniert und umgebaut. Sie gehört zu den wichtigsten Einrichtungen des Uniklinikums und ist europaweit wegen seiner speziellen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden gefragt. Die Bestandsklinik aus den 60er Jahren steht auf einem sogenannten Breitfuß, auf dem das Hochhaus steht.
Projektdaten

Standort: Freiburg im Breisgau
Bauherr: Vermögen und Bau Baden-Württemberg UBA Freiburg
Vergabe: VOF-Verfahren und Auftrag 2008

Status: realisiert
Projektzeitraum: 2008 - 2020


Die Baumaßnahme umfasst die umfangreiche Sanierung des Breitfußes, dem Sockelgeschoss des Klinikkomplexes inklusive des Technikgeschosses der HNO- und Augenklinik des Universitäts­klinikums Freiburg. Initial für die Umorganisation der Betriebsabläufe war die Entscheidung das Erdgeschoss anstatt des Hauptgeschosses zum Haupteingangs­bereich umzuplanen. Das Bettenhochhaus, blieb während der gesamten Baumaßnahmen in Betrieb, während das viergeschossige Sockelgeschoss bis auf die Rohbaustruktur zurückgebaut wurde.

  • BA I Augenklinik 2010-2012
  • BA II HNO / Labor 2014-2018
  • BA II Mittelhalle und Albrechtbogen 2018-2020

Der erste Bauabschnitt umfasst den nördlichen Teil im Untergeschoss, Erd- und 1. Obergeschoss (Hauptgeschoss) sowie das Technikgeschoss. Die Augenklinik mit separater Kinderaugenklinik bietet - zusätzlich zur Allgemeinambulanz mit Unter­suchungs­räumen, Aufenthalt und deren Bereitschaftsräume - eine Spezial-Diagnostik mit Therapieräumen und Unter­suchungs­räume der NKS Ambulanz. Neben den Räumen für Autorefraktion, Unter­suchungs­räume mit Visus, Blutentnahme, Infusion und Unter­suchungs­räume für die Innere Medizin wurden im Erdgeschoss neue Funktionen für die Augenklinik integriert. Die Kinderklinik erhielt einen separaten Eingang und beherbergt auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmte Räume mit Neuro- und Kinderophthalmologie.

Im zweiten Bauabschnitt erhielt die HNO-Abteilung eine neue Mittelhalle mit umgestaltetem Eingangsbereich, neue Audiometrieräume für Hörprüfung und eine HNO-Ambulanz mit Röntgenraum, Laboren und einer Notfallbox. Im darüber liegenden Hauptgeschoss sind Diensträume, eine Hornhautbank mit Zellbiologie-Labor sowie Reinräume und die Sektion funktionelle Sehforschung untergebracht. Neue Seminarräume für die Augenschulung, Werkstätten, Augenlabore und ein mikrochirurgischer OP-Raum, der zu Trainingszwecken dient, werden zukünftig die Augenklinik komplettieren.


Mit den Baumaßnahmen erhält die HNO- und Augenklinik gemeinsam nutzbare Räume mit insgesamt optimierten Funktions- und Prozessabläufen. Die Erarbeitung eines innenarchitektonischen Signaletikkonzeptes und die Anwendung des Zwei-Sinne-Prinzips für die Ausgestaltung der Erschließung und Räume entscheidend, um den Patienten eine bestmögliche Orientierung zu ermöglichen.

©Foto Fassade: Oliver Kern