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Zentrum für Seelische Gesundheit in Dresden

Neubau


Seelische Gesundheit im Mittelpunkt: a|sh sander.hofrichter architekten erhielten 2017 den Auftrag, das neue Zentrum für Seelische Gesundheit (ZSG) im Herzen des Universitätsklinikums Dresden zu planen und umzusetzen. Auf etwa 28.000 m² entsteht bis 2024 ein Gebäude, in dem ein fließender Übergang von ambulanten, tagesklinischen und stationären Versorgungskonzepten angeboten wird. Neben den psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken werden dort das Zentrum für Gesundes Altern, das Labordiagnostische Zentrum sowie die Early Clinical Trial Unit des gesamten Universitätsklinikums unter einem Dach vereint.
Projektdaten

Standort: Dresden
Bauherr: Universitätsklinikum Carl Gustav Carus
Vergabe: VgV Verfahren mit Auftrag 2017

Status: in Realisierung
Projektzeitraum: 2017 - 2024


Das drei- bis sechsgeschossige Gebäude positioniert sich dabei selbstbewusst durch eine zeitlose, elegante Architektur im Zentrum des Klinikgeländes und nutzt die Grundstücksfläche optimal aus. Der Entwurf nimmt vielfach Bezug auf die städtebauliche Umgebung, indem sich die Außenkanten des Gebäudes an den flankierenden Straßenachsen orientieren, Staffelgeschosse auf die Vielfalt der Gebäudehöhen in der Umgebung reagieren und die sandsteinfarbene Klinkerfassade den regionaltypischen Elbsandstein in Farbigkeit und Struktur aufgreift. Die städtische Lochfassade in engem Raster erlaubt vielfältige Raumanpassungen heute und im Lebenszyklus des Gebäudes. Auf vielfältige Weise vermittelt die Architektur zwischen innen und außen: Die durchbindende, halböffentliche Eingangshalle ist als attraktive Durchwegung für Fußgänger von der Hauptklinikstraße zur Fiedlerstraße ausgebildet. Somit wird die städtebaulich wirksame „Onkologische Achse“ durch das Gebäude hindurch erlebbar. Beim Betreten der Halle eröffnet sich dem Betrachtenden ein zweigeschossiger, lichtdurchfluteter Raum und der einladende, elegante Charakter wird durch die innenarchitektonische Gestaltung gestärkt.

Begrünte Innenhöfe, begehbare Dachterrassen und bodentiefe Fenster erzeugen helle Räume mit hoher Aufenthaltsqualität und bieten attraktive Ausblicke für das Personal und die behandelten Personen. Das innenarchitektonische Konzept steigert die Qualität der Innenräume: In einer Farbabstufung von Grün über Violett bis hin zu Blau ist jeder Etage eine spezifische Farbe zugewiesen, die sich an ausgewählten Stellen auf einem Geschoss wiederfindet. Dies erleichtert die Orientierung und unterstützt auf zurückhaltende Weise die funktionale Nutzungsverteilung.


Die Planung sieht die Möglichkeit einer späteren zweigeschossigen Erweiterung des Neubaus zur Hauptklinikstraße vor. Der Bau soll bis zum dritten Quartal 2024 bezugsfertig sein, die Baukosten betragen etwa 95 Mio. EUR.

 

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