
Brückenschlag für interdisziplinäre Zusammenarbeit
Jedes Bauprojekt erzählt seine eigene Geschichte. Die von Haus 25 der Universitätsmedizin Mannheim beginnt mit einer statischen Herausforderung und einer ungewöhnlichen Lösung: einem Brückenbauwerk aus insgesamt 160 Tonnen Stahl.
An der Universitätsmedizin Mannheim ist die Aufstockung des Bestandsgebäudes Haus 25 um drei Geschosse in Stahlbauweise geplant, wofür insgesamt 540 Tonnen Stahl verbaut.
Während Teile der vorhandenen Tragstruktur statisch ertüchtigt und durch eine neue Gründung im Spezialtiefbau ergänzt wurden, stießen andere Bereiche an ihre Grenzen. Genau hier setzt das Brückenbauwerk an: Als eigenständiges Tragsystem übernimmt es die Lasten der neuen Geschosse dort, wo der Bestand sie nicht aufnehmen kann.
Acht rund 20 Meter hohe Stahlstützen und vier rund 28 Meter lange Fachwerkträger überspannen vier der insgesamt 14 Gebäudeachsen. Jedes Bauteil wiegt bis zu 20 Tonnen und wurde mit einem Mobilkran mit einer maximalen Tragkraft von 450 Tonnen präzise an seinen Platz gehoben.
Schritt für Schritt wurde innerhalb von vier Tagen sichtbar, was lange sorgfältig geplant wurde – getragen von Präzision und dem Zusammenspiel aller Beteiligten.
Doch der Brückenschlag endet nicht mit der Montage der Stahlkonstruktion. Er schafft die baulichen Voraussetzungen dafür, Klinische Chemie, Mikrobiologie und Pathologie künftig unter einem Dach zusammenzuführen. So verbindet das Brückenbauwerk nicht nur Stützen und Fachwerkträger, sondern schafft auch Raum für eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der Universitätsmedizin Mannheim.


