
Einweihung: Neue Konferenzräume und Mitarbeiter-Lounge für die Sparkasse Vorderpfalz in Ludwigshafen
Weitblick als Entwurfsprinzip: Entstanden sind zwei Geschosse mit ganz unterschiedlichen Nutzungen, die eines verbindet: Architektur, die den besonderen Charakter eines Ortes bewahrt und gleichzeitig neue Möglichkeiten für Konzentration, Austausch und Begegnung schafft.
Aus dem elften Geschoss des Sparkassengebäudes in Ludwigshafen eröffnet sich ein weiter Blick über den Rhein, in die Pfalz und ins Ried. Diese besondere Aussicht war für unseren Entwurf von Anfang an prägend: Nach der Entkernung der bestehenden Räume galt es, die Großzügigkeit und Weite des Ortes zu bewahren. Eine zusätzliche Herausforderung stellte dabei die Umsetzung sämtlicher Umbaumaßnahmen im laufenden Betrieb dar.
Transparenz und Flexibilität bestimmen das neue Raumkonzept. Im 11. Obergeschoss entstanden vier Besprechungsräume, die sich je nach Nutzung trennen oder zu einem großen Veranstaltungsbereich verbinden lassen. Die flexiblen Trennwände verschwinden vollständig; selbst Monitore lassen sich verschieben, sodass der Blick entlang der Fassade frei bleibt.
Der Offenheit steht bewusst eine hohe raumakustische Qualität gegenüber. Akustisch wirksame Vorhänge, hoch schalldämmende Trennwände und Türen sowie speziell entwickelte Deckenkassetten schaffen die nötige Ruhe für konzentriertes Arbeiten und vertrauliche Gespräche. Das Deckenkonzept greift dabei den quadratischen Grundriss des Gebäudes auf und übersetzt seine Geometrie in ein Raster aus gefalteten Kassetten. Beleuchtung und Akustik werden so zu einem gemeinsamen Gestaltungselement.
Im 12. Obergeschoss entstand mit der Mitarbeiter-Cafeteria „S-Zeit“ ein offener Begegnungsbereich mit nahezu penthouseartiger Atmosphäre. Zum Austausch, Rückzug oder gemeinsame Mittagspause – immer mit Blick in die Region. Ergänzt wird die Cafeteria durch eine Terrasse, deren Planung aufgrund der exponierten Lage besondere Anforderungen an Sicherheit und Ausführung stellte.
Die Umsetzung verlangte viel Präzision. Flexible Wandsysteme, maßgefertigte Einbauten und Sonderanfertigungen mussten technisch und gestalterisch eng aufeinander abgestimmt werden. Einige großformatige Bauteile konnten weder über Treppenhaus noch Aufzug eingebracht werden und gelangten per Kran in das 11. Obergeschoss.
Am 5. Oktober wurden die neuen Räume offiziell eingeweiht. Petra Gunst, leitende Architektin bei a|sh, erläuterte den Entwurfsgedanken, Projektleiter Herr Wiebe würdigte die Arbeit der beteiligten Firmen. Vorstand Herr Traue bestätigte dabei eine der zentralen planerischen Entscheidungen: „Die Akustikdecke war die richtige Entscheidung – das ist klasse gemacht.“
Entstanden sind Räume, die Offenheit und Konzentration nicht als Gegensatz verstehen – sondern miteinander verbinden.


