Erweiterung und Neustrukturierung

Klinikum Neumarkt

Seit mehr als 15 Jahren verbindet uns mit dem Klinikum Neumarkt eine kontinuierliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Schritt für Schritt, in enger Abstimmung und im laufenden Betrieb entwickelt sich ein zukunftssicherer Gesundheitsstandort – modern, wohnortnah und mit klarer gestalterischer Einheit.

Projektdaten

Standort: Neumarkt
Bauherr: Klinikum Neumarkt
Vergabe: 1. Preis Architekten­wettbewerb und Auftrag | VGV-Verfahren und Auftrag

Status: in Realisierung
Projektzeitraum: 2011 - 2029


Grundlage der Planung ist ein gemeinsam mit der Bauherrschaft entwickeltes, langfristig angelegtes Entwicklungskonzept. Es baut auf den bestehenden funktionalen Strukturen auf, behebt bauliche Defizite gezielt und schafft zugleich Raum für künftige Anforderungen.

In der Umsetzung entstehen daraus mehrere Bauabschnitte, die präzise ineinandergreifen.

Das Ziel: Ein Gesundheitsstandort mit klarer architektonischer Identität

Die geplanten Erweite­rungen orientieren sich an den Kanten des Bestandes. So fügen sie sich harmonisch in das Umfeld ein, ohne die Nachbarschaft zu beeinträchtigen. Auch in Materialität, Fenstereinteilung und Fassadenproportionen nehmen die Neubauten Bezug auf den Bestand und stärken so das einheitliche Erscheinungsbild des Klinikums. 

Die funktionalen Zusammenhänge des Klinikums haben sich bewährt und bleiben in ihren Grundzügen erhalten. Zusätzliche Flächen für die Neustrukturierung werden gezielt an den jeweiligen Funktionsstellen ergänzt. Auf diese Weise konnten nicht nur die Pflegekapazitäten erhöht werden, es entstanden unter anderem eine neue Intensiv­station, eine Intermediate-Care-Station sowie zusätzliche Nebenräume. Die Akutgeriatrie erhielt ihren Platz in einem neuen zweigeschossigen Baukörper.

Zugleich wurden die Funktionsabläufe konsequent optimiert. Die Sterilgutversorgung ist weiterhin direkt an die OP-Abteilung angebunden und gewährleistet damit kurze Wege, effiziente Prozesse und hohe Sicher­heits­standards. Hinzu kamen der Ausbau der OP-Kapazitäten sowie ein Hubschrauberlandeplatz mit direkter Anbindung an OP und Notaufnahme. Gerade in Notfallsituationen ermöglicht dies schnelle und reibungslose Abläufe.

Bauliche Zielplanung 29+x

Das Zukunftsprojekt „Bauliche Zielplanung 29+x“ ist in fünf weitere Bauabschnitte gegliedert. Im ersten Bauabschnitt wurde die ehemalige Pflegeschule um einen Verwaltungsneubau in Holzbauweise ergänzt. Mit dem Rückbau des sanierungsbedürftigen alten Verwaltungsgebäudes entstand Platz für ein interdisziplinäres Notfallzentrum, unter anderem mit Herzkatheterlabor, Endoskopie und Urologie. Mit dem damit geschaffenen Eingriffszentrum in unmittelbarer Nähe zum Zentral-OP entstehen nicht nur funktionelle, sondern auch personelle Synergien – mit dem klaren Ziel einer effizienten Gesund­­heits­­ver­sorgung.

Ergänzend werden die Pflegestationen erweitert, um die bisherigen 3-Bettzimmerstrukturen in 2-Bettzimmer zu überführen – ein wichtiger Schritt hin zu einer modernen Patientenversorgung mit hoher Aufenthaltsqualität.

Nächstes Projekt

Universität Heidelberg INF 104 "Heidelberg for Life"