Zweiter Bauabschnitt für das kbo-Kinderzentrum München

Beim kbo-Kinderzentrum München geht es mit dem zweiten Bauabschnitt weiter. Ende Juli fand der Spatenstich statt. Der neue Gebäudeteil ergänzt das Kinderzentrum um die ambulanten Bereiche des Sozialpädiatrischen Zentrums. Das Projekt entsteht in Arbeitsgemeinschaft mit H2M Architekten.

Der bereits realisierte erste Bauabschnitt ist seit 2024 in Nutzung. Er umfasst die stationären Bereiche der Sozialpädiatrie und der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie weitere Angebote für Kinder, Jugendliche und ihre Familien.

Mit dem zweiten Bauabschnitt wird das Raumangebot des Kinderzentrums nun um die ambulanten Bereiche des Sozialpädiatrischen Zentrums ergänzt. Zentrale Prinzipien des Gesamtkonzepts werden dabei weitergeführt. Dazu gehören eine klare räumliche Struktur, kurze Wege und eine Architektur, die Bewegung und Rückzug ebenso berücksichtigt wie die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen.

Im ersten Bauabschnitt zeigt sich dieser Ansatz unter anderem in Rundläufen, Aufweitungen und Rückzugsnischen, in niedrigen Fensterbänken und kleinen Holzhäusern für die Kinder sowie in lichtdurchfluteten Innenräumen. Unterschiedliche räumliche Maßstäbe und Aufenthaltsangebote schaffen eine Umgebung, die sich bewusst vom klassischen Klinikbild löst.

Bauwelt blickt auf den ersten Bauabschnitt
Wie sich diese planerischen Ent­schei­dung­en im Alltag zeigen, beleuchtet aktuell auch die Bauwelt. In ihrem Beitrag „Spielraum für schwierige Tage“ nimmt Autorin Katharina Kassner den ersten Bauabschnitt differenziert in den Blick. Sie beschreibt die räumlichen Qualitäten des Hauses ebenso wie Punkte, an denen Planung und tägliche Nutzung aufeinandertreffen – etwa bei Orientierung, Licht oder Privatheit.

Der Beitrag macht damit sichtbar, wie Architektur im Klinikalltag wirkt und welche Rolle Räume für Bewegung, Rückzug und Selbstbestimmung spielen können.

Zum Bauwelt-Beitrag „Spielraum für schwierige Tag“.

Zum ersten Bauabschnitt.

Foto: Alex Schelbert